Hin und wieder werden wir von Interessenten gebeten, ein spezielles Entnahmeplan-Angebot zu erstellen, welches den vollständigen Verzehr des anzulegenden Kapitals zu einem bestimmten Zeitpunkt vorsieht. Man möchte dabei also z.B. wissen, wie hoch die monatlichen Entnahmen (Rente) aus einer 100.000,-€ Anlage sein können, wenn diese nach 20 Jahren aufgebraucht sein darf.
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Unsere Antwort darauf ist, dass die gewünschte Berechnung in der Praxis nicht möglich ist und wir deshalb letztendlich immer mit einem Kapitalerhalt rechnen müssen.
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Diese Seite zeigt Ihnen an einem einfachen, prinzipiellen Beispiel, warum bei einer schwankenden Anlage ein zu einem bestimmten Zeitpunkt gewünschter Kapitalverzehr sich als problematisch erweist. Die Seite zeigt auch, warum sich dieser Zeitpunkt selbst durch theoretische Hochrechnungen nicht bestimmen lässt, Hochrechnungen mit Kapitalerhalt hingegen unproblematisch sind.
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Im Grunde ist das Ganze schnell und einfach erklärt: Der
genaue Wert einer (natürlich) schwankenden Anlage lässt sich
schon grundsätzlich nicht zu einem bestimmten
Zeitpunkt bestimmen. Also weder bei Kapitalerhalt bzw. -vermehrung
noch bei Kapitalverzehr.
Denn selbst wenn eine solche Anlage
(z.B. Aktienfonds) lang- fristig eine relativ konstante Durchschnittsrendite liefert...
An den meisten Tagen im Jahr liegt ein Fonds (logischerweise) entweder über, oder eben unter seinem Durchschnitt.
Folglich kann auch nicht der Zeitpunkt des
vollständigen Verbrauchs des Kapitals bestimmt werden.
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Damit Sie sich unter diesen recht theoretischen Worten etwas konkreteres vorstellen können, sehen wir uns den gesamten Zusammenhang nachfolgend einmal etwas genauer an.
Nach dem ersten Jahr ist das Guthaben um 600,-€ ge- schrumpft (12x50,-€),
dann kommen die Zinsen dazu, dann wieder 600,-€ abziehen usw.
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Das ganze lässt sich auch grafisch darstellen und sieht in etwa aus wie in 'Grafik 1' rechts. Das verzinste Kapital (blaue Linie) nähert sich kontinuierlich - nahezu linear - dem Nullpunkt und ist zu einem vorherbestimmbaren Zeitpunkt aufgebraucht (grüner Kreis).
Verlauf eines Entnahmeplans mit Kapitalverzehr bei einer Festzins-Geldanlage (schwankungsfrei).
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Hier ist zu beachten, dass ein solch vorhersagbarer Verlauf ausschließlich mit festverzinslichen Anlagen erreicht wird. Wie wir nachfolgend noch aufzeigen werden, verhält es sich bei einem Entnahmeplan mit Kapitalverzehr aus schwankenden Anlagen etwas anders.
WICHTIG: Ein Entnahmeplanrechner, welcher auf ein Rechenprogramm basiert, eignet sich nur begrenzt zur Vorhersage, da dieser ausschließlich mit einer gleichmäßigen Verzinsung rechnet. Solche Rechner dienen lediglich zur ungefähren theoretischen Hochrechnung. Die daraus ablesbaren Zahlen ergeben sich aus mathematischen Formeln und zeigen deshalb keine echten Werte bestimmter Anlagen.
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Auf keinen Fall lässt sich mit einem solchen Entnahmeplan-Rechner der Zeitpunkt eines vollständigen Kapitalverzehrs bei schwankenden Anlagen vorherbestimmen.
Mit einer schwankenden Anlage bietet sich beim Entnahmeplan mit Kapitalverzehr ein anderes Bild (Grafik 2). Denn auch wenn man einmal annimmt, dass die schwankende Anlage im langfristigen Durchschnitt die gleiche jährliche Rendite erzielt wie die festverzinsliche Anlage...
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...der Zeitpunkt des vollständigen Kapitalverzehrs könnte aufgrund der Schwankungen auch schon wesentlich früher als 'berechnet' erfolgen - oder eben später (siehe rote Kreise).
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Dieser Aspekt führt schlussendlich natürlich zur Unberechenbarkeit (im wahrsten Sinne des Wortes) des Zeitpunktes des vollständigen Kapitalverzehrs.
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Anmerkung: Aus Unwissenheit weist manch ein Vermittler leider nicht auf diese Problematik hin.
Verlauf eines Entnahmeplans mit Kapitalverzehr bei schwankender Geldanlage (schwarze Linie).
Ferner lässt sich natürlich für einen Entnahmeplan mit Kapitalverzehr auch ein viel verlockenderes Angebot erstellen, da die Rentenauszahlungen (Entnahmen) hier ja höher gewählt werden.
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Die Problematik aus Grafik 2 stellt sich hier nicht, da die Schwankungsspitzen der Kapital-Kurve (schwarz) gar nicht in die Nähe der Null-Linie kommen. Das Guthaben braucht sich nicht auf, und es gibt deshalb auch keinen bestimmten Zeitpunkt zu berechnen. Man kann die gewählten Entnahmen also 'ewig' fortsetzen.
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Entscheidend hierfür ist die richtige Wahl der Höhe der regelmäßigen Entnahmen.
Verlauf eines Entnahmeplans mit Kapitalerhalt bei schwankender Geldanlage (schwarze Linie).
Um eine fundierte Aussage zur "richtigen Höhe" regelmäßiger Entnahmen treffen zu können, haben wir von 'Gegen-Altersarmut.de' mit Hilfe von Fondsanalyse-Tools sämtliche kritischen Zeiträume der Vergangenheit untersucht. Aufgrund unserer Tests konnten wir feststellen, dass Entnahmen in Höhe der langfristigen Durchschnittsrendite des Fonds über Krisenzeiten hinweg an ihre Grenzen stoßen. Hingegen waren Entnahmen von jährlich maximal 6% unproblematisch.
WICHTIG: Unsere Empfehlung lautet maximal ca. 6% p.a. zu entnehmen, damit das Kapital trotz der regelmäßigen Entnahmen auch langfristig auf jeden Fall erhalten bleibt bzw. sich weiter vermehren kann - selbst über Krisenzeiten hinweg.
Bei den in unserem Angebot vorgeschlagenen Fonds handelt es sich
größtenteils um
flexible Mischfonds. Diese nutzen ihre Flexibilität
(Aktienanteil variabel) gezielt, um Kursrückgänge zu
minimieren. Der 'Smart Invest Helios
AR', 'C-Quadrat ARTS' und 'Multi Opportunities' verfolgen
dabei zusätzlich
noch eine aktive Verlustminimierung
zum Beitrag "Flexible Strategie"