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Traurig aber wahr! Die allermeisten Anleger verfehlen ihr eigentliches Ziel - nämlich die Erlangung von Wohlstand. Von 1985-2006 z.B. erzielten durchschnittliche Anleger gerade einmal 3,9% Rendite pro Jahr, obwohl konservative Aktienfonds doch Renditen von über 9% pro Jahr erreichten.
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Nachfolgende Grafik vergleicht die Ergebnisse des durchschnittlichen Anlegers im Zeitraum 1984-2000 mit den Ergebnissen eines durchschnittlichen Aktienfonds.
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Quelle: Dalbar-Studie
An dieser Grafik erkennt man wie sehr es von Vorteil ist sich nicht in die Anlagepolitik der Fondsmanager einzumischen. Die meisten denken, sie könnten durch eigenmächtiges Umschichten die Rendite Ihrer Anlage verbessern. Dabei irren sie sich gewaltig.
Die Antwort auf die Frage, warum die meisten Aktienfondsanleger schlechte Resultate erzielen lautet demnach fehlende Disziplin und fehlende Beständigkeit: Plötzlich wird eine Empfehlung eines Bekannten, Vermittlers, Analysten oder sogar eine Aussage aus einem Internetforum höher gewertet als die jahrzehntelange, nachweislich erzielte gute Rendite. Nun wird die seit Jahrzehnten bewährte Strategie "kaufen und halten eines guten Fonds" aus Angst oder Gier gemischt mit Unwissenheit verworfen.
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Gründe für fehlende Beständigkeit und fehlende Disziplin |
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Nachfolgend zeigen wir die 5 häufigsten Gründe für den Misserfolg des durchschnittlichen Anlegers auf. Diese Fehler sind erfolgreichen Fondsmanagern, Finanzwissenschaftlern und auch dem US-Finanzanalysehaus "Dalbar" schon seit Jahrzehnten bekannt.
1. Grundlagen des Investments werden nicht verstanden
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Aktienfonds unterliegen natürlichen Schwankungen. Diese ergeben sich aus dem täglichen Kauf und Verkauf an der Börse (Angebot und Nachfrage). Schwankungen haben daher keine Aussagekraft, ob die Wirtschaft gut oder schlecht dasteht.
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Ferner unterliegen Aktienfonds auch zwischenzeitlichen Kursrückgängen (z.B. Crash). Oft werden diese Kursrückgänge vom Anleger falsch bewertet und animieren ihn zu bedenklichen Handlungen.
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Wenige Tage entscheiden über Erfolg oder
Misserfolg!
Es gibt verschiedene durchgeführte Studien, die belegen: Durchschnittlich drei Tage pro Jahr entscheiden darüber, ob man überdurchschnittliche Gewinne erzielt oder nicht. Diese für den Anlageerfolg entscheidenden Tage sind vor allem in Zeiten des Pessimismus anzutreffen.
Beispiel: In verschiedenen 10-Jahresperioden hatte der DAX
durchschnittlich 9,4% pro Jahr zugelegt. Wenn Sie nur die besten
40 Tage verpassten, so hätten Sie einen Verlust von -4,3% pro
Jahr erzielt.
Studie [pdf; 70 KB]
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Bei einer Anlage in Aktienfonds lässt sich deshalb ein optimaler Einstiegszeitpunkt nicht vorhersehen. Oder anders betrachtet ist immer der jetzige Zeitpunkt optimal, da Ihnen dadurch die maximale Anlagedauer zur Verfügung steht (siehe Studie).
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Denn Sie müssen sich vor allem im Klaren sein, dass Aktienfonds ausschließlich für die langfristige Anlage geeignet sind (empfohlener Anlagehorizont: 12, besser 15 Jahre).
2. Anleger richten ihre Entscheidungen nach Werbung und Medienbeiträgen aus
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Verstehen Sie uns hier nicht falsch. Es geht nicht darum, zu behaupten, dass Aussagen aus Medienbeiträgen oder der Werbung nie der Wahrheit entsprechen würden. Werbung ist Werbung und Medienbeiträge sind schlicht und ergreifend einfach nur Medienbeiträge. Im Grunde wissen Sie doch selbst, dass diese nicht speziell für Ihr persönliches Wohlergehen erschaffen werden. Es geht um Umsatzzahlen und Einschaltquoten und das ist in gewisser Weise ja auch in Ordnung so.
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Ob diese Aussagen jedoch einer für Sie akzeptablen Wahrheit entsprechen steht auf einem ganz anderen Blatt. Unter dem Strich haben Sie dann vielleicht eine Mischung aus Wahrheiten, Unwahrheiten und Halbwahrheiten; und diese haben die Anleger langfristig noch nie zu Erfolg geführt.
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Vergessen Sie deshalb Prognosen. Das einzig Wahre sind also wieder ganz einfach: Nachprüfbare Fakten aus der Vergangenheit.
3. Anleger handeln nach Gefühl (Angst und Gier) und mutieren dadurch zu Spielern
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Anleger glauben mit verschiedenen Strategien den zukünftigen Verlauf der Fonds vorhersehen oder zumindest erahnen zu können. Man versucht beispielsweise:
a) Fonds zum "richtigen" Zeitpunkt zu kaufen oder zu verkaufen (sog. "Markt-Timing"):
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Der Versuch einen Kursverlauf vorherzusehen ist ein Glückspiel. In der ganzen Börsengeschichte ist bislang kein Mensch bekannt geworden, der auf diese Art dauerhaft zu Geld gekommen wäre.
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Die anerkannteste "Markt-Timerin" war Elaine Garzarelli. Sie warnte die Anleger vor dem Crash 1987 und der Korrektur 1990 und wurde dafür hoch gelobt. Beachten Sie aber, dass solche Vorhersagen nicht gleichzeitig dafür sorgen Gewinne zu erzielen (d.h. am Höhepunkt zu verkaufen und beim Tiefpunkt wieder einzusteigen). Hoch und Tiefs kommen so schnell, dass der Anleger kaum eine Chance hat irgendwo in der Nähe eines Hochs oder Tiefs zu reagieren.
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Elaine Garzarelli geriet danach ins Stolpern. Elaines berühmtes Modell ließ Anhänger im Juni 1996 bei einem Stand des Aktienindex von 5.200 Punkten aussteigen und erst bei 7.000 Punkten wieder einsteigen. Durch diese Fehlentscheidung wurden wertvolle Gewinne verpasst.
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Ein anderes Beispiel: In den Achtzigern hatte der S&P Index durchschnittlich 17,5% pro Jahr zugelegt. Wenn Sie nur die besten 40 Tage verpassten, so hätten Sie gerade einmal 3,9% pro Jahr erzielt. Der Markt ist sehr effektiv wenn es darum geht große Bewegungen zu Zeitpunkten zu vollführen, wo man es am wenigsten erwartet.
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Es gibt verschiedene Studien, die belegen: Durchschnittlich drei Tage pro Jahr entscheiden darüber, ob man überdurchschnittliche Gewinne erzielt oder nicht. Diese für den Anlageerfolg entscheidenden Tage sind vor allem in Zeiten des Pessimismus anzutreffen. Kein Mensch ist in der Lage diese Tage dauerhaft vorauszusehen.
b) Anleger jagen den besten Fonds hinterher, um die Gewinner zu erwischen:
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Hier dominiert eindeutig die Gier. Die Aussicht auf große Gewinne lässt den Anleger die Ergebnisse der "Jahres-Hitlisten" durchgehen. Es wird in die Fonds investiert, die gerade diese Jahres-Hitlisten anführen. Diese vermeintlich guten Fonds entwickeln sich dann meist nicht wie erwartet und werden wieder verkauft. Der Fehler liegt hier in der Bewertung eines viel zu kurzen Zeitraumes - für den Kauf und auch für den Verkauf.
4. Selbst Berater begehen oben genannte Fehler
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Viele Berater und Broker glauben mit gezieltem Wechseln der Fonds die Rendite steigern zu können und animieren Kunden zu Umschichtungen. Wie oben schon erwähnt gab es jedoch in der ganzen Börsengeschichte bislang noch keine Person, die mit solchen Umschichtungen die durchschnittliche Rendite steigern konnte.
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Des Weiteren neigen Berater dazu die Fondsauswahl nach beliebigen Kriterien, rein subjektiven Gründen oder Ratings vorzunehmen. Oft werden Länder- oder Branchenfonds vermittelt, die im unmittelbaren Zeitraum vor der Vermittlung eine deutliche positive Entwicklung aufweisen. Der Kunde kann dann durch solche "aktuelle Referenzen" leicht überzeugt werden.
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Die Folge ist zwangsläufig ein
häufiger Wechsel der Fondsempfehlung durch den Berater - eben so,
wie die aktuellen Ratings gerade ausfallen. Der Verlierer ist dabei
eindeutig der Kunde.
5. Überschätzung der eigenen Fähigkeiten
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Vor allem Menschen mit überdurchschnittlicher Intelligenz glauben eine eigenständige, erfolgreiche Anlagepolitik durchführen zu können. Sie realisieren dabei nicht, dass ganz einfach die Zeit und wichtige Insider-Informationen dafür fehlen.
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Den "Ladies von Beardstown" - einem Aktienclub, der aus Frauen mit einem Durchschnittsalter von 70 Jahren besteht - gelang es scheinbar die Börsen-Profis zu schlagen. Die "Ladies" erzielten angeblich 10 Jahre lang jährlich eine Rendite von über 23%. Ein Wirtschaftsprüfer rechnete nach. Es stellte sich heraus, dass die älteren Damen gerade mal 9% pro Jahr erzielt hatten - Sie hatten sich schlicht und einfach in der Buchführung verrechnet. Das ganze geschah in einem Zeitraum als der S&P 500 Index jährlich 18% zulegte.
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