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Erfolglose Anleger Warum viele Aktienfondsanleger schlecht abschneiden

Traurig aber wahr! Die allermeisten Anleger verfehlen ihr eigentliches Ziel - nämlich die Erlangung von Wohlstand. Von 1990-2009 z.B. erzielten durchschnittliche Anleger gerade einmal 3,2% Rendite pro Jahr, obwohl konservative Aktienfonds doch Renditen von über 8% pro Jahr erreichten.

Selbst in Boomphasen blieben die allermeisten Anleger weit hinter den erzielbaren Ergebnissen zurück. Nachfolgende Grafik vergleicht die Ergebnisse des durchschnittlichen Anlegers im Zeitraum 1984-2000 mit den Ergebnissen eines durchschnittlichen Aktienfonds.

 

Grafik Ergebnisse Aktienfondsanleger Grafik Ergebnisse Aktienfondsanleger

Quelle: Dalbar-Studie

 

An dieser Grafik erkennt man, wie sehr es von Vorteil ist, sich nicht in die Anlagepolitik der Fondsmanager einzumischen. Die meisten denken, sie könnten durch eigenmächtiges Umschichten die Rendite Ihrer Anlage verbessern. Dabei irren sie sich gewaltig.

Der Grund, warum die meisten Aktienfondsanleger schlechte Resultate erzielen, ist demnach fehlende Disziplin und fehlende Beständigkeit: Plötzlich wird eine Empfehlung eines Bekannten, Vermittlers, Analysten oder sogar eine Aussage aus einem Internetforum höher gewertet als die jahrzehntelange, nachweislich erzielte gute Rendite. Nun wird die seit Jahrzehnten bewährte Strategie "kaufen und halten eines guten Fonds" aus Angst oder Gier gemischt mit Unwissenheit verworfen.

 

 

Gründe für fehlende Disziplin und fehlende Beständigkeit

Nachfolgend zeigen wir die häufigsten Gründe für den Misserfolg des durchschnittlichen Anlegers auf.

 

 

Bild Dreieck

 

Grundlagen des Investments werden nicht verstanden

Aktienfonds unterliegen natürlichen Schwankungen. Diese ergeben sich aus dem täglichen Kauf und Verkauf an der Börse (Angebot und Nachfrage). Schwankungen haben daher keine Aussagekraft, ob die Wirtschaft gut oder schlecht dasteht.

Ferner unterliegen Aktienfonds auch zwischenzeitlichen Kursrückgängen (z.B. Crash). Solche Crashs, Krisen oder Kursrückgänge gehören zu Aktienfonds wie das "Amen in der Kirche", weshalb man als Anleger am besten schon von vorneherein davon ausgehen sollte, dass sich das Guthaben das eine oder andere Jahr "im Minus" befinden wird. Denn oft werden diese Kursrückgänge vom Anleger falsch bewertet und animieren ihn zu bedenklichen Handlungen.

Bild Templeton Growth 1973-1980 Bild Templeton Growth 1973-1980Auch am Kursverlauf des über 60 Jahre alten Erfolgsfonds "Templeton Growth Fund Inc." ist gut zu erkennen, dass auch konservativ gemanagte Aktienfonds Schwankungen und kurzfristigen Kursrückgängen (z.B. 'Crash') unterworfen sind. Über diese Schwankungen müssen Sie sich voll im Klaren, und sowohl psychologisch als auch finanziell darauf vorbereitet sein.

Während der letzten Weltwirtschaftskrise büßte dieser Aktienfonds vom Höchststand im Januar 1973 bis zum Tief im Januar 1975 kurzfristig ca. 40% seines Wertes ein. Eine im Januar 1973 getätigte Einmalanlage von 10.000,-€ hätte dadurch 2 Jahre später, im Januar 1975, einen Wert von 5.961,-€ gehabt. Der Depotwert kann also z.B. selbst 5 Jahre nach Beginn der Anlage auch durchaus unter dem eingezahlten Kapital liegen.

Sollten Sie also nach relativ kurzer Zeit schon über Ihr gesamtes Kapital verfügen müssen, würden Sie in diesem Fall einen Verlust erleiden. Das Risiko des Aktienfonds verliert somit erheblich an Bedeutung, sobald Sie sich dessen bewusst sind.

Bei Aktienfonds müssen Sie sich im Klaren sein, dass diese ausschließlich für die langfristige Anlage geeignet sind. Unter 'langfristig' verstehen wir einen Anlagezeitraum ab 10 Jahren und mehr. Um die Vorteile des Aktienfonds (Sicherheit, Rendite und Flexibilität) zu genießen muss man eben kurzfristige Schwankungen in Kauf nehmen. Schwankungen oder 'Crashs' schaden ja nicht direkt, sondern erst wenn man kurzfristig die Geduld verliert und dann mit Verlust verkauft.

 

Bild KalenderWenige Tage entscheiden über Erfolg oder Misserfolg!

Es gibt verschiedene durchgeführte Studien, die belegen: Durchschnittlich drei Tage pro Jahr entscheiden darüber, ob man überdurchschnittliche Gewinne erzielt oder nicht. Diese für den Anlageerfolg entscheidenden Tage sind vor allem in Zeiten des Pessimismus anzutreffen.

Beispiel: In verschiedenen 10-Jahres Perioden hatte der DAX durchschnittlich 9,4% pro Jahr zugelegt. Wenn Sie nur die besten 40 Tage verpassten, so hätten Sie einen Verlust von -4,3% pro Jahr erzielt. Studie [pdf; 70 KB]

 

WICHTIG! Falls Sie zu den Menschen gehören, die auf den richtigen Einstiegszeitpunkt warten, sollte Ihnen eines klar bewusst sein: Schon seit Jahrzehnten wird immer wieder durch namhafte Studien belegt, dass das "Abwarten auf bessere Zeiten" (ironischerweise) mit der häufigste Grund für den Misserfolg des durchschnittlichen Anlegers ist.

 

Bei einer Anlage in Aktienfonds lässt sich deshalb ein optimaler Einstiegszeitpunkt nicht vorhersehen. Oder anders betrachtet, ist immer der jetzige Zeitpunkt optimal, da Ihnen dadurch die maximale Anlagedauer zur Verfügung steht (siehe Studie).

Bei Lebens- oder Rentenversicherungen ist der Sparer feste Laufzeiten von mindestens 12 Jahren gewohnt. Aus diesem Grund empfehlen wir für reine Aktienfondsanlagen ebenfalls einen Anlagehorizont von 12 Jahren (noch besser 15 Jahre).

 

 

 

 

Anleger erkennen fehlende Risikotragfähigkeit nicht

"Ein gestiegener Fonds ist sicher, ein gefallener Fonds riskant". Nach diesem Motto bescheinigt so mancher das Risiko eines Fonds. Durch 'geschickte' Fondsauswahl wird dann versucht, Verluste zu umgehen. Im Ergebnis schneiden solche Anleger genau deshalb besonders tragisch ab. Einem Fonds nur aufgrund besserer Entwicklung ein geringeres Risiko zu bescheinigen, ist grob fahrlässig.

Vielleicht kennen Sie den Satz: "Was ich am meisten fürchtete, ist über mich gekommen". Ein Anleger sollte diesen Satz beherzigen und einmal darüber nachdenken, ob es etwas gibt, dass er bei seiner geplanten Anlage 'fürchtet'. Denn das deutet auf eine fehlende Risikotragfähigkeit hin. Und wenn Sie Kursrückgänge ängstigen, dann sollten Sie auf jeden Fall von Aktienfonds die Finger lassen.

Immer wieder signalisieren uns bestimmte Anfragen und Wünsche von Interessenten, dass diese nicht bereit oder gar imstande sind, das Risiko (die Schwankungen) von Aktienfonds zu tragen.

So haben manche beispielsweise an vorgeschlagener Fondsauswahl etwas auszusetzen. Es werden 'alternative Gegenvorschläge' präsentiert, welche aufgrund (kurzfristig) besserer Performance angeblich weniger riskant wären. Das Groteske dabei ist, dass diese Alternativen sich in der gleichen oder sogar in einer höheren Risikoklasse befinden und langfristig auch schlechter abschneiden.

Andere versuchen unter dem Deckmantel "Cost-Average Effekt" ihre fehlende Risikotragfähigkeit zu verbergen. Aufgrund schlechter Erfahrungen in der Vergangenheit (z.B. Kursrückgang) will man nun das Risiko zukünftig minimieren, in dem man eine größere Einzahlung zeitlich verteilt auf mehrere kleine Summen. Der Cost-Average-Effekt soll dabei bei weiter fallenden Kursen das Risiko des Verlustes vermindern, oder gar zu mehr Gewinnen verhelfen.

Meist entspricht der künftige Verlauf aber nicht dem erwarteten, und oft tritt genau das Gegenteil ein: Fonds steigen während den ratierlichen Einzahlungen an und fallen erst nach der letzten Einzahlung wieder. Erneut präsentieren sich für den Anleger 'rote Zahlen'. Er sieht sich in seinen schlechten Erfahrungen bestätigt und (wieder) tut er das einzig Falsche: er verkauft mit Verlust.

Wer oder was führte hier zu diesem Ergebnis? Der Fondsmanager? Die Wirtschaftslage? Der Cost- Average-Effekt? Mangelndes Wissen? Es war einfach die fehlende Risikotragfähigkeit des Anlegers.

Viele Finanzberater trauen sich nicht den Interessenten auf dessen fehlende Risikotragfähigkeit hinzuweisen, aus Angst der Interessent könnte enttäuscht 'abspringen' und über einen anderen Vermittler kaufen. Dagegen schicken professionelle Berater solche Interessenten wieder nach Hause.

Diese Ablehnung zweifelhafter Abschlüsse geschieht dabei aus einem einfachen Grund: Man möchte später keine 'Unruhe' durch enttäuschte Kunden haben.

 

 

Anleger richten ihre Entscheidungen nach Werbung und Medienbeiträgen aus

Verstehen Sie uns hier nicht falsch. Es geht nicht darum, zu behaupten, dass Aussagen aus Medienbeiträgen oder der Werbung nie der Wahrheit entsprechen würden. Werbung ist Werbung und Medienbeiträge sind schlicht und ergreifend einfach nur Medienbeiträge. Im Grunde wissen Sie doch selbst, dass diese nicht speziell für Ihr persönliches Wohlergehen erschaffen werden. Es geht um Umsatzzahlen und Einschaltquoten, und das ist in gewisser Weise ja auch in Ordnung so.

Ob diese Aussagen jedoch einer für Sie akzeptablen Wahrheit entsprechen, steht auf einem anderen Blatt. Unter dem Strich haben Sie dann vielleicht eine Mischung aus Wahrheiten, Unwahrheiten und Halbwahrheiten; und diese haben die Anleger langfristig noch nie zu Erfolg geführt.

Vergessen Sie deshalb Prognosen. Das einzig Wahre sind also wieder, ganz einfach: Nachprüfbare Fakten aus der Vergangenheit.

 

 

 

 

Anleger bewerten kurzfristige Zeiträume und wählen Fonds schlicht nach Ranglisten aus

Wie bereits weiter oben beschrieben eignen sich Aktienfonds aufgrund kurzfristiger Schwankungen und Kursrückgänge ausschließlich für die langfristige Anlage. Folglich müssen bei Aktienfonds auch langfristige Zeiträume geprüft und bewertet werden. Unter 'langfristig' verstehen wir einen Anlagezeitraum ab 10 Jahren und mehr. Die Bewertung kurzer Zeiträume (z.B. 'Dreijahres-Performance') ist für eine Investitionsentscheidung bei Aktienfonds nicht geeignet.

Gerade deshalb sind Fondsranglisten als Auswahlkriterium untauglich, denn sie vergleichen in aller Regel die 5-, 3- oder sogar 1-Jahres-Entwicklung der Fonds. Bereits eine kurzfristige Schwankung eines Fonds nach oben (oder unten) hat somit auf die Platzierung in der Rangliste erheblichen Einfluss. Eine gute Position in einem 3-Jahres Rating bedeutet demnach kaum etwas. Ratings

Dadurch ist es völlig irrelevant, ob ein Fonds im aktuellen Jahr mit 20% im Plus oder mit 20% im Minus liegt, weshalb wir auch keine kurzfristigen Zahlen veröffentlichen. Maßgeblich für die Endscheidung zu Aktienfonds ist eine langfristige Betrachtung und natürlich auch die persönliche Risikotragfähigkeit. Unsere Ablaufleistungen zeigen deshalb langfristige Zeiträume von z.B. 2001-2011 oder von 2002-2012 usw. Beispiel FMM-Fonds

Ferner werden durch die schlichte Auswahl nach Fondsranglisten wichtige Auswahlkriterien außer Acht gelassen: Nämlich Fonds nach einem langfristigen Gesamtbild zu betrachten, nach rechtlichen Gesichtspunkten zu prüfen (wie/wo der Fonds investieren darf) und sich mit der Anlagestrategie auseinanderzusetzen (Anlagestrategie & internes Ziel).

Wir von Gegen-Altersarmut.de wählen Fonds nach strengen Richtlinien aus, weshalb wir von über 99 Prozent der verfügbaren Fonds abraten. Sie finden unsere Richtlinien und Entscheidungskriterien auch anhand von Beispielen unter folgendem Link: Unsere Fonds-Auswahlkriterien

 

 

Anleger handeln nach Gefühl (Angst und Gier) und mutieren dadurch zu Spielern

Anleger glauben mit verschiedenen Strategien den zukünftigen Verlauf der Fonds vorhersehen oder zumindest erahnen zu können. Man versucht beispielsweise:

 

a) Fonds zum "richtigen" Zeitpunkt zu kaufen oder zu verkaufen (sog. "Markt-Timing"):

Der Versuch einen Kursverlauf vorherzusehen ist ein Glückspiel. In der ganzen Börsengeschichte ist bislang kein Mensch bekannt geworden, der auf diese Art dauerhaft zu Geld gekommen wäre.

Die anerkannteste "Markt-Timerin" war Elaine Garzarelli. Sie warnte die Anleger vor dem Crash 1987 und der Korrektur 1990 und wurde dafür hoch gelobt. Beachten Sie aber, dass solche Vorhersagen nicht gleichzeitig dafür sorgen Gewinne zu erzielen (d.h. am Höhepunkt zu verkaufen und beim Tiefpunkt wieder einzusteigen). Hoch und Tiefs kommen so schnell, dass der Anleger kaum eine reale Chance hat irgendwo in der Nähe eines Hochs oder Tiefs rechtzeitig zu reagieren.

Elaine Garzarelli geriet danach ins Stolpern. Elaines berühmtes Modell ließ Anhänger im Juni 1996 bei einem Stand des Aktienindex von 5.200 Punkten aussteigen und erst bei 7.000 Punkten wieder einsteigen. Durch diese Fehlentscheidung wurden wertvolle Gewinne verpasst.

Ein anderes Beispiel: In den Achtzigern hatte der S&P Index durchschnittlich 17,5% pro Jahr zugelegt. Wenn Sie nur die besten 40 Tage verpassten, so hätten Sie gerade einmal 3,9% pro Jahr erzielt. Der Markt ist sehr effektiv, wenn es darum geht große Bewegungen zu Zeitpunkten zu vollführen, wo man es am wenigsten erwartet.

 

Es gibt verschiedene Studien, die belegen: Durchschnittlich drei Tage pro Jahr entscheiden darüber, ob man überdurchschnittliche Gewinne erzielt oder nicht. Diese für den Anlageerfolg entscheidenden Tage sind vor allem in Zeiten des Pessimismus anzutreffen. Kein Mensch ist in der Lage diese Tage dauerhaft vorauszusehen.

 

b) Anleger jagen den 'besten' Fonds hinterher, um die Gewinner zu erwischen:

Bild Pokale Bild PokaleHier dominiert eindeutig die Gier. Die Aussicht auf große Gewinne lässt den Anleger die Ergebnisse in "Fonds-Ranglisten" von Finanz-Zeitschriften und Online-Portalen durchgehen. Es wird in die Fonds investiert, die derzeit gerade diese Fonds-Ranglisten anführen. Diese vermeintlich guten Fonds entwickeln sich dann meist nicht wie erwartet und werden wieder verkauft (oft mit Verlust). Der Fehler liegt hier in der Bewertung eines viel zu kurzen Zeitraumes - sowohl beim Kauf als auch beim Verkauf. Ratings

 

c) Anleger bewerten nach kurzfristigen Kriterien, erwarten zu viel und werden ungeduldig:

Selbst bei ausschließlicher Auswahl langfristig guter Fonds ist es ein gravierender Fehler, aufgrund kurzfristiger Wertentwicklungen vom einen in den anderen Fonds zu wechseln. Denn selbst wenn z.B. zwei Fonds langfristig die gleiche Durchschnittsrendite erzielen, so ist die Volatilität (Schwankungsbreite) der Fonds durchaus unterschiedlich. Ein Wechsel in einen Fonds, nur weil dieser in den letzten Monaten und Jahren (kurzfristig) stärker gestiegen ist, bewirkt dadurch sehr oft das Gegenteil des vom Anleger erwarteten. Vereinfacht gesagt, springt man also bei kurzfristiger Bewertung zwischen Spitzenfonds hin und her - jedoch meist zum falschen Zeitpunkt.

Grafik 1 - Fonds mit geringerer Volatilität Grafik 1 - Fonds mit geringerer Volatilität
 
Grafik 2 - Fonds mit höherer Volatilität Grafik 2 - Fonds mit höherer Volatilität
 
Grafik 3 - Erzieltes Ergebnis des Anlegers Grafik 3 - Erzieltes Ergebnis des Anlegers

Umschichtungen aufgrund kurzfristiger Entwicklung der Fonds erweisen sich für den Anleger in den meisten Fällen als äußerst nachteilhaft. Dies gilt selbst dann, wenn ausschließlich (langfristig) sehr gute Fonds bespart werden.

Als Begründung für den (geplanten) Fondswechsel wird "das plötzliche Schwächeln" eines Fonds genannt. Wie bereits erwähnt, liegt hier der Fehler in der Bewertung eines viel zu kurzen Zeitraumes.

Man wird demnach als Anleger immer wieder bestimmte Fonds aufgrund kurzfristig schlechterer Entwicklung  der z.B. letzten 3 Jahre ablehnen und andere Fonds aufgrund kurzfristig besserer Entwicklung bevorzugen. Bedingt durch die Fondsstrategie wird die vom Anleger erhoffte (bessere) Wertentwicklung jedoch meist nicht eintreten. Dann glaubt man eine falsche Entscheidung getroffen zu haben, verkauft den Fonds wieder, und das Spiel beginnt von vorne.

Die Grafiken rechts1-3 verdeutlichen dies: Nehmen wir einmal an, Sie haben als Anleger in 'Fonds 1' investiert und entscheiden sich dann zum Zeitpunkt A aufgrund der rückblickend besseren Entwicklung  von 'Fonds 2' in diesen zu wechseln. Zum Zeitpunkt B wechseln Sie dann aber wieder in 'Fonds 1', da dieser ja einen geringeren Rückgang vorweisen kann. Als persönliches Ergebnis erreichen Sie nun die wesentlich schlechtere, 'eigene Fondskurve' in Grafik 3. Es wäre also besser gewesen, einen der beiden Fonds (oder auch beide) ohne Wechsel beizubehalten und sich nicht durch kurzfristige Schwankungen beeindrucken zu lassen.

Als Anleger sollte man deshalb wissen, dass es völlig normal ist, wenn gute Fonds im Vergleich zu anderen phasenweise schlechter abschneiden. Denn jeder Fonds hat seine eigenen favorisierten Aktien im Bestand, was eben zu kurzfristig unterschiedlicher Performance führen kann.  Auch führen verschiedene Strategien des jeweiligen Fondsmanagements zu unterschiedlicher Volatilität (Schwankungsbreite) und somit zu kurzfristig abweichenden Ergebnissen. In der Praxis zeigt sich dies z.B. bei den Fondskurven des 'Lingohr Systematic' und des 'Astra-Fonds'.

 

Praktischer Fall am Beispiel 'Astra-Fonds' und 'Lingohr Systematic'

Der Fonds 'Lingohr Systematic' ist in der Regel voll in (unterbewerteten) Aktien investiert. Der 'Astra-Fonds' berücksichtigt neben der Auswahl von unterbewerteten Aktien auch die Stimmung an der Börse und zieht sich bei nervöser Stimmung (teilweise) aus dem Aktienmarkt zurück.

Dadurch kann ein 'Astra-Fonds' bei fallenden Kursen besser abschneiden als ein 'Lingohr Systematic'. Bei steigenden Kursen kehrt der 'Astra-Fonds' jedoch erst Schritt für Schritt wieder vollständig in den Aktienmarkt zurück, wodurch der Anstieg gemäßigter ausfällt. Hier macht nun der 'Lingohr Systematic' das Rennen, da dieser Fonds bereits zu Beginn des Anstiegs voll in Aktien investiert ist.

Der erfolgreiche Anleger würde den 'Lingohr Systematic' ohne Wechsel beibehalten, um an dem nach einem Kursrückgang folgenden Anstieg voll teilzuhaben.

Der erfolglose Anleger dagegen wird den 'Lingohr Systematic' aufgrund des stärkeren Kursrückgangs verkaufen und in den 'Astra-Fonds' wechseln, weil dieser ja einen geringeren Rückgang vorweisen kann. Anschließend wird er sich wundern, warum der 'Astra-Fonds' beim Anstieg der Kurse zurückbleibt. Als persönliches Ergebnis hat er nun die wesentlich schlechtere, 'eigene Fondskurve' erreicht (Grafik 3).

 

MERKE: Als Anleger muss man akzeptieren, dass auch bei Spitzenfonds eine kurzfristig schlechtere Wertentwicklung in der Praxis unvermeidbar ist. Nur so ist es dem Fondsmanagement überhaupt erst möglich, eine langfristig überdurchschnittliche Rendite zu erzielen. Bewertet man Fonds nach langfristigen Kriterien, so spielt die kurzfristige Wertentwicklung keine Rolle.

 

 

 

 

Anleger verkaufen Fonds bei Wechsel des Fondsmanagers

Wechsel im Management gab es schon immer und wird es immer geben. Jedoch sind die Strukturen für den Manager bei den Fondsgesellschaften stark vorgegeben, so dass mit einem Manager nicht automatisch auch der Erfolg (oder Misserfolg) eines Fonds 'verschwindet'.

Nach unseren Recherchen gibt es bei Fonds immer einige wesentliche Merkmale, welche sich auch bei Wechsel des Fondsmanagers nicht ändern.

Dazu gehört beispielsweise die Vorgabe bestimmter Fondsgesellschaften, nicht allzu weit vom Vergleichsindex abzuweichen. So verwundert es nicht, dass z.B. 90% aller globalen Aktienfonds ständig zu ca. 50% in den USA investiert sind (eben genau wie der Vergleichsindex 'MSCI World').

 

 

Anleger verkaufen Fonds bei Abstufung durch Ratingagenturen

Neben Fondsranglisten gibt es auch qualitative Ratings (z.B. von Morningstar), welche das zukünftige Potenzial eines Fonds bescheinigen sollen. Jedoch basieren auch qualitative Ratings praktisch immer auf kurzfristigen Zeiträumen, weshalb sich die Ratingnoten hier immer wieder ändern können (positiv oder negativ).

So kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass z.B. in einer Schwächephase des Fonds sogar einige seiner Merkmale als Schwäche deklariert werden (und somit zur Abwertung des Fonds führen), welche vielleicht in früheren Ratings noch als Stärke gedeutet wurden (und zur Aufwertung führten).

Ein Fonds, der einen Index bzw. seine Kategorie übertreffen will, muss auch vom Index/Kategorie abweichen, was zwangsläufig eine zeitweilige Underperformance mit sich bringt. Selbst in 10‑Jahres Zeiträumen sind vereinzelt schlechtere Entwicklungen zu finden. Beispiel Carmingac

Eine Abstufung in Zeiten dieser (zwangsläufigen) Underperformance verleitet Anleger dazu einen Fonds ausgerechnet dann zu verkaufen, wenn bereits die Saat für bessere Performance gelegt wurde. Und anschließend überflügelt der Fonds den Index/Kategorie ohne den Anleger.

 

 

Überschätzung der eigenen Fähigkeiten

Vor allem Menschen mit überdurchschnittlicher Intelligenz glauben eine eigenständige, erfolgreiche Anlagepolitik durchführen zu können. Sie realisieren dabei nicht, dass ganz einfach die Zeit und wichtige Insider-Informationen dafür fehlen.

Zudem mangelt es gerade bei Zinsrechnungen bei vielen auch an mathematischer Sicherheit. Falsche Renditeberechnungen führen dann zu angeblich überdurchschnittlichen Gewinnen.

Den "Ladies von Beardstown" - einem Aktienclub, der aus Frauen mit einem Durchschnittsalter von 70 Jahren bestand - gelang es scheinbar die Börsen-Profis zu schlagen. Die "Ladies" erzielten angeblich 10 Jahre lang jährlich eine Rendite von über 23%. Ein Wirtschaftsprüfer rechnete nach. Es stellte sich heraus, dass die älteren Damen in Wirklichkeit nur 9% pro Jahr erzielt hatten. Sie hatten fälschlicherweise den Wertzuwachs durch die Anzahl der Jahre dividiert. Zudem wurde auch noch der Eigenbeitrag als Gewinn verbucht. Das ganze geschah in einem Zeitraum als der S&P 500 Index jährlich 15% zulegte. Die Ladies lagen also 6% p.a. unter dem Durchschnitt.

 

Neben zu hohen Renditen können aber auch zu niedrige Renditen berechnet werden, was viele dann zum Fondswechsel bewegt. So errechnet mancher Anleger die Rendite eines Sparplans, indem der prozentuale Wertzuwachs zwischen Fondsguthaben und der Summe der eingezahlten Beiträge verglichen und durch die Anzahl der Jahre dividiert wird. Irrtümer Renditeberechnungen

 

 

Selbst Berater begehen oben genannte Fehler

Nicht nur Anleger, sondern auch Berater haben Schwierigkeiten mit korrekter Zinsrechnung. Sogar in den Übungsaufgaben zur Ausbildung zum Finanzanlagenfachmann tauchten einige gravierende Fehler auf, die auf unsere Beanstandung hin korrigiert werden mussten. Darunter auch Übungsaufgaben mit falschen Renditeberechnungen.

Auch glauben viele Berater und Broker mit gezieltem Wechseln der Fonds die Rendite steigern zu können und animieren Kunden zu Umschichtungen. Wie oben schon erwähnt gab es jedoch in der ganzen Börsengeschichte bislang noch keine Person, die mit solchen Umschichtungen die durchschnittliche Rendite steigern konnte.

Des Weiteren neigen Berater dazu die Fondsauswahl nach beliebigen Kriterien, rein subjektiven Gründen oder Ratings vorzunehmen. Oft werden Länder- oder Branchenfonds vermittelt, die im unmittelbaren Zeitraum vor der Vermittlung eine deutliche positive Entwicklung aufweisen. Der Kunde kann dann durch solche "aktuelle Referenzen" leicht überzeugt werden.

Die Folge ist zwangsläufig ein häufiger Wechsel der Fondsempfehlung durch den Berater - eben so, wie die aktuellen Ratings gerade ausfallen. Der Verlierer ist dabei eindeutig der Kunde.

 

Übrigens: Hinter dem Tausch von Fonds kann auch ein finanzielles Motiv stecken: Wird vom Vermittler kein 'Tauschrabatt' oder kein 'Depotrabatt' hinterlegt, so zahlt der Kunde für jeden Tausch in einen anderen Fonds dessen vollen Ausgabeaufschlag.

Davon profitiert der Vermittler. Bei einem Fondsguthaben von beispielsweise 20.000,-€ und einem Ausgabeaufschlag von 5% kostet der Tausch den Kunden ca. 1.000,-€.

Vor allem in Zeiten einer Börsenkrise finden Finanzberater oft nur wenig Neukunden. In ihrer Not gehen deshalb viele Finanzberater auf bestehende Kunden zu und nutzen deren aktuelle Unsicherheit zum Tausch in andere, angeblich bessere Fonds.

 

Fazit: Wieder einmal ist es im Grunde ganz einfach! Schauen Sie sich die Vergangenheit an. Man sieht, was funktioniert hat und man sieht was nicht funktioniert hat. Wenn Sie die Disziplin nicht aufbringen einem guten Fonds die Treue zu halten, dann werden Sie keinen Erfolg haben, selbst wenn Sie hochintelligent und in Ihrem Fachbereich absolut unschlagbar sind.

 

 

 

 

Bereits ab dem ersten Euro erhalten Sie über uns volle 100% Rabatt. Dazu nützliches Hintergrundwissen und jeglicher Verzicht auf bedenkliche oder provisionsträchtige Produkte, ohne dass Sie auf einen Ansprechpartner für alle Fragen verzichten müssen.

Dies sind nur einige Punkte aus unserer Preis/Leistungs-Garantie für unsere Kunden.