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Kapitel 2
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Auch müssen Sie die wesentlichen Eigenschaften eines Aktienfonds kennen. Gut gemanagte Aktienfonds bieten langfristig sehr gute Renditen bei höchster Sicherheit - auch über wirtschaftlich schwierige Zeiten hinweg. Um die Vorteile des Aktienfonds (Sicherheit, Rendite, Flexibilität) zu genießen muss man dabei kurzfristige Schwankungen in Kauf nehmen. Über diese Schwankungen müssen Sie sich voll im Klaren, und sowohl psychologisch als auch finanziell darauf vorbereitet sein.
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Nachfolgend haben wir häufige Fragen für Sie zusammengefasst. Spezielle Fragen zu dem von uns
angebotenen Produkt finden Sie unter folgendem Link.
Spezielle Fragen zu unserem Produkt
Mit dem Gang an die Börse hat eine Firma die Möglichkeit an große Summen Geld zu kommen. Summen, welche sie für das weitere Wachstum der Firma benötigt und die ihr keine Bank der Welt zur Verfügung stellen würde. Dieses Geld bekommt die Firma von den sog. Aktionären. Diese kaufen Aktien und werden dadurch zu Miteigentümer der Firma.
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Eine Anlage in einer solchen Aktie bedeutet also sein Geld in eine einzige Firma zu investieren. Ihre Einlage steht und fällt dann mit dem Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens.
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Bei einem Aktienfonds wird Ihr Geld in viele Firmen investiert. Damit entfällt das Risiko eines Totalverlustes. Gleichzeitig prüft ein Fondsmanagement die Bilanzen der Unternehmen. Sie überwachen die Firmen ständig und tauschen unrentable oder gefährdete Firmen vorzeitig aus.
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Branchen- oder Länderfonds sind aufgrund der Satzung im
Verkaufsprospekt des Fonds dagegen im Anlagespektrum stark
eingeschränkt.
zum Beitrag "Länderfonds, Branchenfonds"
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Auch stark umworbene Bank- und Modefonds beinhalten ein
unnötig hohes Risiko und/oder langfristig schlechtere Renditen.
Andere Fonds wiederum verfolgen kein echt aktives Management.
Mehr dazu unter
Frage 20 - Warum kommt bei Fondsprodukt
so wenig heraus?
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Wir von Gegen-Altersarmut.de handeln deshalb nach strengen
Richtlinien und wählen Fonds auch nach diesen aus, weshalb wir von
über 99 Prozent der verfügbaren Fonds abraten. Unsere Richtlinien
und Entscheidungskriterien werden
nachfolgend angesprochen und anhand von Beispielen erläutert.
Unsere Auswahlkriterien
Die von uns empfohlenen Fonds lassen sich in zwei Typen unterteilen: Klassische Aktienfonds und aktive Vermögensverwaltung bzw. aktives Vermögensmanagement. Vermögensverwaltungen werden auch als 'flexible Mischfonds' bezeichnet. Die von uns empfohlenen aktiven Vermögensverwaltungen sind überwiegend in Aktien- bzw. Aktienfonds investiert.
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Zur Vereinfachung verwenden wir deshalb im Folgenden meist pauschal den Begriff 'Aktienfonds'.
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Wertpapiere gehören nicht zur Konkursmasse einer Bank oder Investmentgesellschaft. Sie bleiben als so genanntes 'Sondervermögen' im Eigentum des Kunden und sind vor dem Zugriff Dritter im Zuge einer Investmentgesellschaft- oder Bankpleite geschützt. Wertpapierdepots können daher auch im Insolvenzfall jederzeit auf eine andere Bank übertragen werden ('Aussonderungsrecht').
Um mit einem internationalen, konservativen Aktienfonds einen maximalen Verlust zu erleiden, müssten sämtliche darin enthaltene Firmen (ca. 50 bis 200 Unternehmen mit Rang und Namen) in Konkurs gehen - und zwar gleichzeitig!!
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In der Praxis können Fondsmanager gefährdete oder unrentable Firmen austauschen. Sie kennen die Unternehmen in- und auswendig und können dabei auf Firmen aus verschiedenen Ländern zurückgreifen - eben international. Doch selbst bei gleichzeitigem Konkurs aller enthaltener Firmen existiert noch eine Substanz an deren Sie durch Ihre erworbenen Fondsanteile Miteigentümer sind.
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Die Gefahr mit einer Kapitallebensversicherung, einem Sparbuch oder einem Bausparvertrag einen Totalverlust zu erleiden ist langfristig viel größer, da die Pleite von nur einer Gesellschaft (Bank, Bausparkasse, Versicherungsgesellschaft) Ihr gesamtes Guthaben gefährdet. Zudem gibt es bei diesen klassischen (Geldwert-) Produkten noch weitere Gefahren:
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Fragen Sie mal ihre Eltern oder Großeltern was
bei der Inflation 1923 oder der Währungsreform 1948 mit dem angelegten Geld
in diesen Produkten passiert ist. Die Werte in Aktienfonds dagegen haben
diese Zeit unbeschadet überstanden.
Inflation/Währungsreform![]()
Bank oder Versicherung erwirtschaftet mit Kundengeldern eine Rendite von z.B. 8% pro Jahr.
Folge: Bank oder Versicherung gibt langfristig ca. 4-6% an den Kunden weiter.
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Bank oder Versicherung erwirtschaftet mit Kundengeldern eine Rendite von z.B. 6% pro Jahr.
Folge: Bank oder Versicherung gibt langfristig nur noch ca. 2-4% an den Kunden weiter.
Praktisches Beispiel: Selbst ein finanzkräftiger Konzern wie die Allianz Lebensversicherung AG hat die 1998 prognostizierte Ablaufleistung der Verträge ihrer Kunden bis 2004 aufgrund der Rückgänge an der Börse um insgesamt 37% gekürzt.
Die zukünftige Entwicklung kann niemand voraussehen. Die Vergangenheit hat jedoch gelehrt, dass internationale, konservative Aktienfonds langfristig zu besten Ergebnissen führen. Selbst Weltwirtschaftskrise, Inflation, Währungsreform, Deflation, Kriege usw. haben langfristig die Ergebnisse solcher Fonds nicht erschüttern können.
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Bei einer Anlage in Aktienfonds müssen Sie sich jedoch im Klaren sein, dass diese ausschließlich für die langfristige Anlage geeignet sind (empfohlener Anlagehorizont: 12, besser 15 Jahre).
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Banken und Versicherungen wissen das ganz genau und erzielen deshalb langfristig gute Gewinne durch das Investieren der Kundengelder (Ihr Geld) u.a. auch mit Fonds und Aktienpaketen. Ihnen als Kunde wird jedoch diese von diesen Gesellschaften praktizierte Art der Anlage mit folgenden Worten als eher unsicher dargestellt: "Machen sie lieber eine Kapitallebensversicherung oder einen Bausparvertrag - Das ist sicherer!".
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Es gibt auch bei internationalen, konservativen Aktienfonds in der Tat ein wesentliches Risiko: Aufgrund schwankender Anteilpreise und/oder Änderungen im Wechselkurs (Dollar/Euro) entwickelt sich ein Aktienfonds eben schwankend. Weiterhin unterliegen Aktienfonds auch zwischenzeitlichen Kursrückgängen ('Crash').
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Als Anleger müssen Sie deshalb die wesentlichen Eigenschaften eines Aktienfonds kennen. Gut gemanagte Aktienfonds bieten langfristig sehr gute Renditen bei höchster Sicherheit - auch über wirtschaftlich schwierige Zeiten hinweg. Um die Vorteile des Aktienfonds (Sicherheit, Rendite und Flexibilität) zu genießen muss man dabei kurzfristige Schwankungen in Kauf nehmen.
Nachfolgende Punkte müssen vom Anleger beachtet und verstanden werden:
Auf keinen Fall dürfen Aktienfonds auf Kredit gekauft werden.
Es ist wichtig ist kurz- und mittelfristig flüssig zu sein. Dementsprechend sollten auch andere, schwankungsarme Anlagen vorhanden sein (z.B. Girokonto, Tagesgeldkonto).
Aktienfonds sind schwankenden Anteilpreisen, Änderungen im Wechselkurs (z.B. Dollar/Euro) und kurzfristigen Kursrückgängen (z.B. Crash) unterworfen und daher nur für die langfristige Anlage geeignet (siehe Grafik). Wir empfehlen einen Anlagezeitraum von 10 Jahren und mehr.
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Auch Vermögenswirksame Leistungen können nach Ablauf der bekannten 6+1 Jahre problemlos noch länger bespart oder gehalten werden.
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Ein Auszahlplan mit Ausrichtung auf eine sog. "ewige Rente" ist schon konstruktionsbedingt immer eine "langfristige Geldanlage", denn dem Gesamtkapital werden nur kleine "Häppchen" entnommen. Das Gesamtkapital verbraucht sich nicht und bleibt dadurch langfristig angelegt.
Die Höhe der Entnahmen bei einem Auszahlplan muss unterhalb der durchschnittlichen Rendite des Fonds gewählt werden, damit sich das Kapital aufgrund der Schwankungen nicht vorzeitig aufbraucht (Erfahrungswert: regelmäßige Entnahmen max. ca. 6% pro Jahr).
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Es empfiehlt sich deshalb bankenunabhängige, internationale,
konservative Aktienfonds bzw. aktive Vermögensverwaltungen zu besparen.
zum Beitrag "Bankabhängige Fonds"
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Diese Tatsache ist jedoch noch lange kein Beweis dafür, dass solche
Indexfonds für die Altersvorsorge am besten geeignet sind. Vor allem über
Krisenzeiten hinweg offenbarten Indexfonds in der Vergangenheit gravierende Schwächen.
zum
Beitrag "Indexfonds"
Aber man weiß, wie die Renditen der z.B. letzten 50
Jahren ausgesehen haben und wie sich "schlimme Ereignisse",
wie Krieg, Inflation, Währungsreformen oder
Wirtschaftskrisen auf die zu vergleichenden Produkte
ausgewirkt haben. Die Sieger waren langfristig IMMER
die internationalen, konservativen Aktienfonds.
Ablaufleistungen![]()
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Und man weiß: Die Rendite der internationalen, konservativen Aktienfonds MUSS langfristig gesehen immer besser sein als die Verzinsung irgendwelcher Produkte (z.B. Rentenversicherung). Diesen Zusammenhang müssen Sie unbedingt verstehen. Oder glauben Sie die Bank oder Versicherung, die Ihnen Zinsen zahlt, holt diese aus dem Nichts?
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Verzinsungen von Geldwertprodukten stehen im direkten Zusammenhang mit der
Entwicklung der Wirtschaft. Um zu überleben muss die Bank oder die
Versicherungsgesellschaft langfristig mehr erwirtschaften als in Form von Zinsen weitergegeben wird.
siehe auch [Frage
5]
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Aus Studien geht jedoch hervor, dass gerade Anleger, welche sich
mehr informieren, langfristig
regelmäßig schlechtere Ergebnisse erzielen als Anleger, welche einem anfangs
gewählten Investmentfonds treu bleiben.
zum Beitrag
"Ratings"
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Falls Sie sich aus einer Einmalzahlung eine monatliche Rente auszahlen lassen wollen, warnen wir an dieser Stelle ausdrücklich vor Sofortbeginnenden Rentenversicherungen.
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Wir empfehlen anstelle dessen den so genannten "Entnahmeplan" (Auszahlplan) mit
internationalen, konservativen Aktienfonds. Denn trotz Entnahmen bleibt das
Gesamtkapital ja
langfristig angelegt.
zum Beitrag "Entnahmeplan"
Zunächst sollte man wissen, dass sich die Erträge aus einer Fondsanlage sich in sog. "Zinsen", "Dividenden" und "Kursgewinne" unterteilen lassen. Mit Einführung der Abgeltungssteuer werden nun seit 2009 automatisch 25% dieser Erträge an das Finanzamt abgeführt. Dabei gilt:
Mit einem ausreichenden Freistellungsauftrag kann der Abzug für die nächsten Jahre vermieden werden.
Damit der Anleger die ange- sammelten Zinsen und Dividenden beim Verkauf
seiner Fondsanteile letztlich nicht nochmals versteuern muss (Doppelbesteuerung), hat der Gesetzgeber
folgendes geregelt:
Bei ausländischen, thesau- rierenden Fonds erfolgt
kein automatischer Abzug der Steuern. Zinsen und Divi- denden von ausländischen, thesaurierenden Fonds müssen deshalb in der Steuererklärung angegeben werden.
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Damit ist die Steuerschuld abgegolten (daher der Name "Abgeltungssteuer"). Sie
müssen deshalb nichts mehr beim Finanzamt angeben. Zuzüglich
Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer ergibt sich dann ein max. Steuersatz von 28%.
Berechnung der Abgeltungssteuer![]()
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WICHTIG: Fälschlicherweise
glauben viele, dass
bei einer Sofortrente durch Einmalzahlung (Entnahmeplan) wegen der Abgeltungssteuer die monatlichen
Auszahlungen um 25% gemindert würden. Dem ist jedoch
definitiv nicht so!
Abgeltungssteuer - Auswirkung auf Entnahmeplan![]()
Durch Ausschöpfen des persönlichen Sparerfreibetrages kann die Besteuerung reduziert werden. Denn nur die Kapitalerträge, welche 750,-€/1.500,-€ (ledig/verheiratet) übersteigen werden besteuert. Zusammen mit der Werbungskostenpauschale von 51,-€/102,-€ (ledig/verheiratet) ergibt sich ein Gesamtfreibetrag von 801,-€/1.602,-€.
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Seit dem Wegfall der Steuerfreiheit im Jahr 2005 gehört die fondsgebundene Kapitalversicherung nicht mehr zur ertragreichsten Form der Altersvorsorge. Auch die Einführung der Abgeltungssteuer im Jahr 2009 änderte nichts daran.
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Unsere eigenen Berechnungen sowie die Ergebnisse der
Verbraucherzentrale
zeigen eindeutig: Sämtliche von Vermittlern
angepriesenen, fondsgebundenen Kapitalversicherungen halten selbst bei
Durchhaltung der Besparung bis zum Schluss einem Nachsteuervergleich
nicht stand. Ein Fondssparplan mit dem von uns gewährten Rabatt von 100%
führt bereits ohne
Freistellungs-auftrag zu einem besseren Ergebnis.
zum Beitrag "fondsgebundene Lebensversicherung"
Fragen 1-15: Vermögen bilden mit Fonds - Ein Service von © 2013 Gegen-Altersarmut
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